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Solarpflicht bei Dachsanierung

26 Februar
Solarpflicht bei Dachsanierung

Solarpflicht bei Dachsanierung: Kosten senken durch Zuschüsse und Kredite

Die Pflicht zur Installation einer Photovoltaikanlage bei Dachsanierungen breitet sich in immer mehr Bundesländern aus. Während viele Hausbesitzer die zusätzliche Investition zunächst als finanzielle Belastung empfinden, bieten zahlreiche Förderprogramme und zinsgünstige Kredite eine Möglichkeit, diese Kosten abzufedern. Neben den bundesweiten Förderungen wie KfW-Darlehen gibt es auch regionale Zuschüsse, welche die finanzielle Hürde weiter senken. Zudem können Einsparungen durch die eigene Stromproduktion langfristig die Rentabilität der Investition verbessern und zu einer nachhaltigen Wertsteigerung der Immobilie beitragen. Sind auch Sie Immobilienbesitzer, dann wird Sie die Solarpflicht bei Dachsanierung interessieren. Wir haben die wichtigsten Informationen zusammengetragen.

Solarpflicht bei Dachsanierung

Solarpflicht bei Dachsanierung auf dem Vormarsch

Wer sein Dach umfassend saniert, kommt in vielen Bundesländern an der Solarpflicht bei Dachsanierung nicht mehr vorbei. Während sie in Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg und Bremen bereits länger gilt, wurde sie dieses Jahr auch in Niedersachsen und Bayern eingeführt. Die Regelungen unterscheiden sich jedoch: Während manche Länder konkrete Mindestflächen und Leistungen der Photovoltaikanlagen vorschreiben, sind in anderen Fällen Ausnahmen möglich, etwa wenn das Dach durch Verschattung ungeeignet ist.

Kosten und Finanzierungshilfen

Die Kosten für eine Dachsanierung inklusive Photovoltaik-Anlage liegen oft deutlich höher als eine reine Dacherneuerung. Doch verschiedene Maßnahmen helfen, die finanzielle Belastung abzufedern:

  • KfW-Förderung: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet zinsgünstige Darlehen und Tilgungszuschüsse für die Installation von Solaranlagen. Neu hinzugekommen ist das KfW-Programm 270, das höhere Kreditsummen und bessere Konditionen für Privatpersonen ermöglicht.
  • Bundeszuschüsse: Über das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) werden Zuschüsse für Solaranlagen und Batteriespeicher gewährt. Der „Solarbonus 2025“ bietet bis zu 20 % zusätzliche Förderung für die Kombination aus Photovoltaik und Speichertechnologie.
  • Regionale Förderprogramme: Viele Bundesländer und Kommunen bieten zusätzliche Zuschüsse für erneuerbare Energien. Beispielsweise fördert Bayern Photovoltaikanlagen mit bis zu 500 Euro pro installiertem kWp.
  • Einspeisevergütung: Wer den produzierten Strom ins Netz einspeist, erhält eine gesetzlich geregelte Vergütung, die zur Refinanzierung beiträgt. Die Vergütungssätze wurden Anfang 2025 erneut angepasst und sind attraktiver als in den Vorjahren.
  • Steuervorteile: Die Umsatzsteuer auf neue Photovoltaikanlagen wurde in vielen Fällen auf null Prozent gesenkt, und Einnahmen aus dem Betrieb sind steuerlich begünstigt. Ab 2025 wird zudem die Abschreibung für Solaranlagen beschleunigt, um die Investitionskosten schneller steuerlich geltend zu machen.

Solarpflicht bei Dachsanierung

Regionale Unterschiede und Zukunftsperspektiven

Die Umsetzung der Solarpflicht variiert je nach Bundesland. Während in einigen Regionen Privatgebäude betroffen sind, gilt die Pflicht andernorts nur für gewerbliche und öffentliche Bauten. Noch gibt es Ausnahmen in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, doch auch dort könnten bald ähnliche Vorschriften folgen.

Mit der wachsenden Zahl an Förderprogrammen und sinkenden Kosten für Solartechnik könnte die Solarpflicht langfristig nicht nur das Klima schützen, sondern auch für Hausbesitzer eine wirtschaftlich sinnvolle Entscheidung sein.

 

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